Der Weg zur Atemtherapeut:in LPS®

Die Ausbildung Atemtherapie LPS® richtet sich nach der individuellen Entwicklung und kann deshalb unterschiedlich lang dauern. Sie ist ein persönlicher Reifungsweg und ermöglicht den Lernenden einen tiefen individuellen Entwicklungs- und Wandlungsprozess hin zu sich selbst – und im Wirken aus diesem Prozess auch hinein in diese Welt.
Nach den Selbsterfahrungen in Einzeltherapiestunden und Atem- und Empfindungskursen (Grundkursen) findet das Diplomstudium innerhalb von mindestens fünf Jahren statt.
Die persönliche Begleitung der Kursteilnehmenden durch die Lehrenden ist ein einzigartiges Qualitätsmerkmal des Weges. Das Diplom Atemtherapeut:in LPS® ist ein Qualitätszeichen und die Bejahung, dass die Atemarbeit LPS® in Gruppen wie auch in der persönlichen Begleitung gelebt werden darf. Das Bildungsinstitut garantiert keine Anerkennung durch die Krankenkassen.
Nach einigen Grundkursen und mindestens 12 Einzelstunden werden in einem Standortgespräch mit der Kursleitung die Voraussetzungen individuell abgeklärt. Danach kann die Ausbildung mit dem Besuch der Aufbau- und Vertiefungskurse (Ausbildungskurse) fortgesetzt werden.
Für die Ausbildung in Atemtherapie LPS® sind eine tragfähige Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit und die Fähigkeit, selbstständig zu lernen, notwendig.
Interessierte wenden sich an:
info@atemtherapie-lps.ch

Ausbildung Atemtherapie LPS®
- abgeschlossene Berufslehre oder Studium
- ausgewiesene Berufserfahrung
- für Spätberufene: Lebenserfahrung
- nachgewiesener schulmedizinischer Unterricht und Nothelferkurs (mindestens 150 Stunden) – kann parallel zur Fachausbildung erworben werden
- Grundkurse (Atem- und Empfindungskurse, Themenkurse)
- Aufbaukurse
- Vertiefungskurse
- Kurse für Atemgruppenleiter:innen
- Diplomprüfung und Diplomarbeit
- begleitete Atem- und Körperarbeit (in Einzelstunden und in Aufbau- und Vertiefungskursen integriert)
Lernziele:
- Die Bedeutung der LogoPsychoSomatik, der Einheit von Geist-Seele-Körper kennen und verstehen lernen
- Schulung der differenzierten Wahrnehmung der eigenen körperlichen und seelischen Befindlichkeit
- Den Odem, die geistige, universelle Lebenskraft im Atem empfindend erleben
- Gedankenhygiene erlernen: Sensibilisierung in Bezug auf die Wirkung von persönlicher Einstellung, Gedanken und Worten. Sich der Verantwortung im Umgang hiermit bewusst werden
- In sich selbst den universellen schöpferischen Kräften begegnen und sie als Be-Wirkendes erfahren
- Die Kraft des Dankens erleben
- Grundlagen des Dialoges kennen lernen und erforschen
Die Ausbildungselemente können nach Absprache ineinandergreifen.
Zu Beginn eines Ausbildungsjahres oder -semesters werden zu besuchende Kurse – entsprechend dem Entwicklungsstand und den zeitlichen Möglichkeiten – gemeinsam besprochen.
Die Zulassung zur Diplomprüfung wird von den Ausbildenden im Dialog mit den Lernenden entschieden. Für das Verfassen der Diplomarbeit kann von der Kandidatin/dem Kandidaten ein/e Mentor/in benannt werden.
Beurteilt werden die fachlich-praktische Befähigung, hohes Verantwortungsbewusstsein und die persönliche Reife.
Allein durch das Erfüllen der vorgegebenen Stundenzahlen besteht kein Anspruch auf das Diplom.
Aus Verantwortung den hilfesuchenden Menschen gegenüber wird die Berechtigung, mit der Arbeit am Klienten/an der Klientin zu beginnen, ausschliesslich durch die Ausbildungsleitung erteilt.
Der Diplomabschluss beinhaltet eine praktische Prüfung und eine schriftliche Diplomarbeit. Wesentlich ist die individuelle Entwicklung der ganzen Persönlichkeit in ihrer Berufung, ihren Begabungen und Fähigkeiten. Die Absolvent: innen sind dazu berechtigt, einen Antrag zur Aufnahme auf die Therapeut: innenliste der Registrierungsstellen EMR und asca zu stellen.
- Kursstunden Atemtherapie LPS®
900 Lektionen à 60 Minuten - Einzelstunden Atemtherapie LPS®
100 Lektionen à 60 Minuten - Total 1000 Lektionen à 60 Minuten
- Berufspraxis
Nach der Diplomierung ist während der ersten drei Jahre an atemtherapeutischen Fort- und Weiterbildungen innerhalb des Bildungsinstituts teilzunehmen. Diese sind anerkannt von EMR, asca und AFS.
Nach der Diplomierung besteht die Möglichkeit, sich über das Gleichwertigkeitsverfahren (GWF) für die Höhere Fachprüfung (HFP) der OdA KT (Organisation der Arbeitswelt Komplementärtherapie) vorzubereiten und anzumelden.
Link zur Website OdA KT
- Die Ausbildung Atemtherapie LPS® ist ein vom AFS (Atemfachverband Schweiz) anerkannter Ausbildungsweg zur Atemtherapeut: in. Der AFS vertritt die Interessen verschiedener Atemtherapierichtungen im Gesundheitswesen. An der Ausbildung Interessierte können Mitglied des AFS werden. Dies kostet als Mitglied in Ausbildung CHF 100.-/Jahr. Es ist eine gute Möglichkeit informiert zu sein, auch über die Beschlüsse der OdA KT.
- Die Ausbildung Atemtherapie LPS® ist von der OdA KT (Organisation der Arbeit Komplementärtherapie) akkreditiert. Die OdA KT ist auch der richtige Ort, um sich über die Zukunft zu orientieren. Es gibt immer wieder Informationsanlässe, auch online.
- Bis anhin erfolgte die Anerkennung der Therapiemethoden durch die Krankenkassen via EMR und asca. Seit 2024 wird eine EMR und ASCA anerkannte Ausbildung nicht mehr von allen Krankenkassen unterstützt (z.B. CSS und Groupe Mutuel). Dies gilt nur für die ab diesem Zeitpunkt datierten Diplome. Therapeut: innen, die schon vor 2024 akkreditiert waren, sind davon nicht betroffen. Wir sind in einer Zeit des Übergangs. Es ist ungewiss, ob Atemtherapie ohne Zusatzausbildung in der Komplementärtherapie in Zukunft von den Krankenkassen vergütet wird.
Die an einer Atemtherapie-Ausbildung Interessierten, welche einen von den Krankenkassen anerkannten Abschluss möchten, sollten sich unbedingt mit dem Berufsbild der Komplementärtherapie auseinandersetzen. Die Ausbildung zur Komplementär-Therapeut: in setzt ein Diplom in einer Therapiemethode voraus, in unserm Fall die Methode Atemtherapie.

