Eine Therapiearbeit mit Atem und Empfindung

Die Atemtherapie auf logopsychosomatischer Grundlage (LPS®) spricht den Menschen in seiner Drei-Einheit von Geist-Seele-Körper an. Als Logos verstehen wir die dem Menschen innewohnende universelle Schöpfungs- und Entwicklungskraft. Im Zentrum der Atemtherapie LPS® steht der ganze Mensch.

Die Atemtherapie LPS® führt zu einem vertieften und erweiterten Lebensverständnis, in welchem Störungen, Krankheiten und Krisen als Sinn bildende Lebenserfahrungen integriert werden können. Dieses Verständnis unterstützt die Entwicklung und stärkt die Persönlichkeit für den individuellen Lebensweg. Die Atemtherapie LPS® richtet sich an Menschen in verschiedensten Notlagen wie auch an gesundheitsbewusste und Sinn suchende Personen.

Die Logopsychosomatik gründet auf einem Menschenbild der Drei-Einheit Geist, Seele, Körper. Als Logos verstehen wir die dem Menschen innewohnende universelle Schöpfungs- und Entwicklungskraft.

Aufgabe und Ziel der Atemtherapie LPS® ist es, den Menschen durch die Atem- und Empfindungsarbeit zur Wahrnehmung und Bewusstwerdung seiner Ganzheit zu führen. Sinn der Atemarbeit ist der Zugang zu unserer Persönlichkeit mit ihrem seelisch-geistig-schöpferischen Erleben und Erkennen. Sie hilft dem Gesunden wie dem Kranken, ein tieferes und erweitertes Lebens- und Krankheitsverständnis zu finden und damit sich selbst und seine Lebenssituation zu erkennen und zu bejahen – eine Voraussetzung für Heilung und Entwicklung. Körperlich führt die Atemarbeit zur Tiefenentspannung und zur Empfindung der Organe und Organsysteme. Der Atem führt zur Wahrnehmung des Odems als erfahrbare und heilende Lebenskraft. Den Odem erleben wir als Essenz des Atems, als das Bewirkende. Seelisch bewirkt die Atemarbeit eine Beruhigung der Gedanken und Gefühle und damit ein verbessertes psychisches Wohlbefinden, mehr Gelassenheit und Selbstvertrauen. Geistig werden im Menschen das Wahrnehmen und Verstehen der schöpferischen Ordnung mit ihren inneren und äusseren Gesetzmässigkeiten angesprochen. Das Verstehen der Zusammenhänge von Lebenssituation, Krankheit und Gesundheit erschliesst neue Perspektiven für Lebenssinn und Lebensaufgaben.

  • Menschen die tiefgründige Ganzheitlichkeit ihres DaSeins erleben, erfahren und im Alltag überprüfen zu lassen.
  • Bewusstwerdung und Stärkung der einzigartigen, vollwertigen Persönlichkeit.
  • Der individuellen Persönlichkeit Raum geben in ihrem Werden und ihrer Würde, die sie ist.

  • Erschöpfungszustände, depressive Episoden.
  • Psychosomatische und psychische Leiden.
  • Sinn- und Lebenskrisen, Partnerschaftsprobleme.
  • Rekonvaleszenz nach Spital- oder Klinikaufenthalt.
  • Weitere Not- und Leidenssituationen.

Atemtherapie LPS® wird durchgeführt als Einzel- oder Gruppenarbeit. In der Einzelarbeit erlebt die Klientin, der Klient während und nach der Behandlung am bekleideten Körper und im Gespräch mit der Therapeutin, dem Therapeuten eine vertiefte Wahrnehmung ihrer selbst. Durch den Atem und einfühlsames Lösen von Verspannungen mit Hilfe der Hände der Therapeutin oder des Therapeuten kann der Gedankenfluss beruhigt und das Empfinden aus der Tiefe der Entspannung geweckt werden. Auf diese Art wird Odem erlebbar und die körperlichen, seelischen und geistigen Kräfte, die in jedem Menschen angelegt sind, werden erschlossen. Das begleitende Gespräch unterstützt das Erkennen der belastenden und nicht selten krankmachenden Lebenssituation und die damit verbundenen Gedanken. Dadurch wird es möglich, neue Kraft zu schöpfen für die Herausforderungen des Alltags. In der Gruppenarbeit dienen Körperübungen, die empfindend mit unserer Atmung vollzogen werden, zur vertieften Wahrnehmung unserer selbst. Diese Atem- und Empfindungsübungen werden sorgfältig aufbauend angeleitet. Verspannungen, die nicht selten bis in die Organe hineinreichen, werden gelöst. Die körperliche Tiefenentspannung und das Zur-Ruhe-Kommen der Gedanken und Gefühle können erlebt werden. Der ganze Organismus wird durch die Empfindung des Odems gestärkt. So findet der Mensch allmählich eine Entwicklung zu sich selbst, zu seinem individuellen Lebenssinn und seiner eigentlichen Aufgabe und damit zu innerer Ruhe, Lebensfreude und Zufriedenheit.

Begründerin der Atemarbeit LPS®

Im Laufe des 20. Jahrhunderts entstanden verschiedene Atemschulen. Eine der Pionierinnen war Margrith Schneider, 1917 – 2017. In jahrzehntelanger therapeutischer Tätigkeit hat sie das Atemgeschehen vertieft erforscht und ihre Arbeit ständig weiterentwickelt. Sie hat die uns allen innewohnende Empfindungsfähigkeit im Atem und den Weg zum Heilung bewirkenden Odem entdeckt, sowie den Zugang zur Erkenntnis der logopsychosomatischen Zusammenhänge erschlossen. Sie erkannte die Auswirkung von Gedanken und Worten auf das Befinden des Menschen und deren Zuordnung zu seinen Organen und Organsystemen, wo sie von erfahrenen Therapeutinnen und Therapeuten deutlich empfunden werden können.

Diese vertiefte Einsicht in das Zusammenwirken der ordnenden Kräfte von Geist, Seele, Körper führt zum integralen Verständnis des Menschen als Drei-Einheit von Geist, Seele, Körper (Logo-Psycho-Somatik).

Margrith Schneider

Margrith Schneider wurde am 8. Juli 1917 in Fontnas (SG) geboren. Ihre Schulzeit verbrachte sie im Tösstal. Sehr früh wurde in ihr das Interesse am Menschen wach und begleitete sie bis an ihr Lebensende. Früh erkannte sie, was in einem Menschen ruft; früh kamen Menschen zu ihr und fragten um Rat und Hilfe. Nach ihrer Ausbildung zur Kinderschwester wurde sie in vielfältiger Weise in der Sozialarbeit und in der Seelsorge tätig. Später begegnete sie Cornelis Veening, einem Pionier der Atemtherapie. Es ergab sich eine jahrelange, intensive Zusammenarbeit. Aus ihrer langjährigen Arbeit als Atemtherapeutin, aus ihren reichen Erfahrungen und eigener Forschung entstanden Kurse und Seminare.

Durch ihr inneres Bedürfnis, Menschen aufnehmen zu können und ihnen mit Zuwendung, Verständnis und innerer Begleitung Raum zur eigenen Entwicklung zu ermöglichen, entstanden ab 1991 das Projekt «Stiftung Sunnehus» und es folgte die Gründung der Stiftung in Wildhaus. 1995 konnte das Kur- und Bildungshaus Sunnehus eröffnet werden. Bis 2012 arbeitete Margrith Schneider hier als Atemtherapeutin, Dozentin für Atemtherapie auf logopsychosomatischer Grundlage und Mitarbeitende des Leitungsteams.

Daneben führte sie ihre eigene Praxis in Zürich und gab über lange Jahre auch Kurse im Ausland. Seit 2012 lebte und wirkte sie bei einem ihrer Schüler in Airolo. Ab 2016 lebte sie bei einer ihrer Töchter im Tessin und verbrachte jeweils einige Wochen des Jahres im Sunnehus. Am 7. Februar 2017 starb Margrith Schneider dort im Alter von fast 100 Jahren.

Margrith Schneider hat als eine der Pionierinnen durch ihre jahrzehntelange therapeutische Tätigkeit das Atemgeschehen vertieft erforscht und ihre Arbeit ständig weiterentwickelt. Sie hat die uns allen innewohnende Empfindungsfähigkeit im Atem und den Weg zum Heilung bewirkenden Odem entdeckt sowie den Zugang zur Erkenntnis der logopsychosomatischen Zusammenhänge erschlossen. Sie erkannte die Auswirkung von Gedanken und Worten auf das Befinden des Menschen und deren Zuordnung zu seinen Organen und Organsystemen, wo sie vom erfahrenen Therapeuten deutlich empfunden werden können. Die vertiefte Einsicht in das Zusammenwirken der ordnenden Kräfte von Geist, Seele und Körper führt zu unserem integralen Verständnis des Menschen als Drei-Einheit von Geist, Seele, Körper (Logo-Psycho-Somatik).